Fallstudie

Tresore: Ein privates Vermietungsunternehmen für Tresore baut sein Büro mit ballistischem Sicherheitsstahl von SSAB

08. Juni 2022 6 Min. gelesen

Fallbeispiel

Produkt Ramor® 500
Land Brasilien
Firma Sekuro
Branche Schutz und Sicherheit

Ein Architekturprojekt von Sekuro, dem einzigen brasilianischen Unternehmen, das sich auf die private Vermietung von Tresoren spezialisiert hat, umfasst hochmoderne Sicherheitsvorkehrungen, darunter Platten aus Ramor 500 und ballistischen Sicherheitsstahl mit garantierten Qualitätseigenschaften.

Allein in diesem Jahr ist die Zahl der Einbrüche in Rio de Janeiro laut Daten der Agentur für öffentliche Sicherheit um 70 % gestiegen. Auch in Sāo Paulo ist die Situation nicht anders: Laut dem Nationalen Sekretariat für öffentliche Sicherheit wurde 2016 jede Stunde in ein Haus in der Metropole eingebrochen und im vergangenen Jahr wurde jeder vierte Mensch beraubt oder bestohlen. Vor diesem Hintergrund stellt die Aufbewahrung von Wertgegenständen in Innenräumen ein großes Risiko dar, sei es aufgrund von Unsicherheit oder Überschwemmungen und möglichen Bränden. Eine Lösung für dieses Problem hätte die Anmietung eines Safes sein können, doch dieser Dienst, der von Banken angeboten wurde, ist in den vergangenen 18 Jahren schrittweise eingestellt worden.

Sekuro, das einzige private Vermietungsunternehmen für Tresore in Brasilien, wurde gegründet, um diese Lücke zu schließen. Kunden, die Gegenstände von materiellem oder immateriellem Wert aufbewahren möchten, sollen so vertrauliche, diskrete und sichere Lösungen geboten werden, die sie vor Diebstahl-, Raub-, Brand-, Explosions- und Überschwemmungsrisiken schützen. Das Unternehmen nahm 2018 seinen Betrieb in Sāo Paulo auf und nutzte zum Aufbau seiner Anlagen modernste Sicherheitslösungen, darunter hochfeste Ramor 500 Stahlplatten von SSAB, dem weltweit führenden Hersteller von hochfestem Stahl mit Sitz in Schweden. Sekuro liegt im Stadtteil Berrini, einem der wichtigsten Geschäfts- und Handelsknotenpunkte von Sāo Paulo.

Der Standort ist eine Art „Bunker in der Höhe“, ein Labyrinth aus verstärkten Betonwänden und Panzerplatten aus SSAB Ramor 500. Das Gebäude verfügt über eine strenge Zugangskontrolle auf der Grundlage moderner Technologie, physische und technologische Barrieren und eine (nationale und internationale) 24-Stunden-Überwachung.

Sekuro verfügt über eine Versicherungspolice von Lloyd’s of London, dem weltweit größten Rückversicherungsunternehmen, im Wert von mehr als 250 Millionen BRL (rund 43 Millionen Euro) mit All-Risk-Deckung. Die Versicherung für jeden Tresor beläuft sich somit auf 500.000 BRL (ca. 85.000 Euro), die auf 2 Mio. BRL (ca. 350.000 Euro) Deckung pro Tresor erweitert werden kann.

Fallbeispiel

Produkt Ramor® 500
Land Brasilien
Firma Sekuro
Branche Schutz und Sicherheit

SSAB Stahl steht für Qualität und Sicherheit.

Der Geschäftsführer von Sekuro sagt, dass der Stahl von SSAB die Erwartungen an das architektonische Design der Anlage erfüllt hat. „Wir sind das erste Unternehmen der Welt, das diese Art von Technologie einsetzt“, sagt er. Er hebt besonders die Vorteile des Unternehmens und des Standorts in puncto Schutz und Sicherheit hervor. „Das Stahlunternehmen hat das beste Produkt auf dem Markt und die Preise sind wettbewerbsfähig“, sagt er. „Wir wollen SSAB Stahl in allen unseren zukünftigen Anlagen verwenden“, sagt der Geschäftsführer.

„SSAB Ramor Stahl wird bereits weithin bei Schutzanwendungen für Fahrzeuge und Gebäude verwendet, aber dies ist das erste Mal, dass wir mit einer Anwendung wie dieser für Sekuro gearbeitet haben“,

sagt Lucas de Noronha, Key Account Manager, Sales Protection Americas.

„Da sie einen sehr spezifischen Bedarf haben, bei dem die Qualität der Rohstoffe von grundlegender Bedeutung ist, ist SSAB zu einem wichtigen Partner geworden, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen“, sagt er.

Laut Noronha war es für Sekuro wichtig, ein Material mit einer garantierten ballistischen Beständigkeit zu haben, das sich ohne große Schwierigkeiten verarbeiten lässt und eine Lösung mit möglichst geringem Gewicht bietet. „Da sich der Betrieb in einem Gebäude befindet, war es sehr wichtig, dass die Lösung das geringstmögliche Gewicht hatte, ohne die ballistischen und einbruchhemmenden Eigenschaften zu beeinträchtigen“, erklärt Noronha. „Ramor erfüllt diese Anforderung, weil seine hohe Härte die Verwendung dünnerer Bleche im Vergleich zum gängigsten Stahl auf dem Markt ermöglicht. Einer der großen Vorteile von SSAB Stählen ist die ballistische Zertifizierung, die sicherstellt, dass das Produkt der gegebenen Munition und/oder Bedrohung standhält.“ „Wir können empfehlen, welcher zertifizierte Stahl für jede Art von Munition verwendet werden soll“, erklärt er. „Der Stahl hat außerdem eine hohe Oberflächenqualität, wodurch er einfach zu verarbeiten, zu verwenden und zu lackieren ist.“

Schutz und Sicherheit sind für die Brasilianer ein wichtiges Anliegen.

Die Entwicklung des Projekts beanspruchte vier Jahre und umfasste Untersuchungen der Betriebstätigkeit des Unternehmens, Marktstudien und Auslandsreisen, um Erfahrungen in dieser Branche zu sammeln. In Argentinien verfolgte man die Einführung bei einem Unternehmen außerhalb des Bankensektors. Dort kommen auch private Unternehmen in diesem Sektor auf, die solche Dienstleistungen anbieten. „In Buenos Aires gibt es heute 400.000 Tresore bei 3,5 Millionen Einwohnern. In Sāo Paulo gibt es bei 12 Millionen Einwohnern noch überhaupt keine Miettresore. Diese Dienstleistung wird in über 100 Ländern angeboten, darunter Uruguay und Mexiko, dem Land, das aufgrund der grassierenden Gewalt dem Geschäft von Sekuro am nächsten kommt.“ „Uns vorliegende Daten zeigen, dass die Sicherheit die zweithöchste Sorge in Brasilien ist. Wir sind ein neuer wichtiger Akteur auf dem Markt und wollen glaubwürdig erscheinen und einen Service anbieten, der sehr nachgefragt ist“, sagt der Betriebsleiter.

Die zunehmende Unsicherheit im Land hat die Herstellung und Verwendung von Sicherheitsprodukten für Personen und Eigentum vorangetrieben. Immer mehr private und öffentliche Gebäude werden geschützt – die meisten davon können mit Ramor Stahl in der Verkleidung oder sogar der Struktur gebaut werden. „Der Sicherheitsmarkt ist für SSAB stark gewachsen“, sagt Lucas de Noronha. „Immer mehr Kunden suchen nach Stahloptionen, um die ballistische Beständigkeit ihrer Produkte zu sichern und die Anforderungen der brasilianischen Armee zu erfüllen, seien es Fahrzeuge, Wachräume, Panikräume, Bunker oder Tresore.“

Anders als in Brasilien beruht das Projekt auf finanziellen Beiträgen ausländischer Investoren, um Räume mit einer maximalen Sicherheit zu entwickeln. Der Expansionsplan sieht eine Investition in Höhe von 200 Millionen BRL (etwa 35 Millionen Euro) in den kommenden fünf Jahren vor. Er zielt auf Städte wie Belo Horizonte, Rio de Janeiro, Brasilia und Salvador ab und soll eine Lösung für die Brasilianer zum Schutz von Gegenständen mit einem materiellen oder immateriellen Wert zu bieten. Die Einheit hat Hunderte von Kunden, darunter Einzelpersonen und Firmen. Die Tresore sind in verschiedenen Größen erhältlich, mit Werten ab 450 BRL (ca. 78 Euro) pro Monat.