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Wer mit dem Pflug arbeitet, verlangt dem Material alles ab. Erde, Sand, Steine, Reibung. Genau dort, wo Belastung zum Alltag gehört, müssen Bauteile Höchstleistung bringen. Für LEMKEN, einen der international führenden Hersteller von Landtechnik für Bodenbearbeitung, Aussaat und Crop Care, war deshalb klar: Für die Streichbleche seiner hochwertigen Pflüge musste eine bessere Lösung her.
Das Familienunternehmen aus Alpen am Niederrhein, gegründet 1780 und heute in 50 Märkten weltweit aktiv, suchte nach einer Alternative zum bisherigen Verbundstahl. Gesucht war ein Werkstoff, der hohe Härte und gute Zähigkeit vereint, sich zuverlässig verarbeiten lässt und in der Wärmebehandlung konstante Ergebnisse liefert, wirtschaftlich in der Fertigung und robust im Einsatz.
Gemeinsam mit SSAB entstand daraus SSAB M53. Das ist ein härtbarer Borstahl, entwickelt für genau diese anspruchsvolle Anwendung. Mit typischen Werten von rund 59 HRC durchgehender Härte bei etwa 18 Joule Schlagarbeit bietet der Werkstoff eine leistungsstarke und zugleich wirtschaftliche Alternative zu komplexeren Werkstofflösungen.
„Für unsere LEMKEN Pflüge ist es wichtig, dass der Stahl sowohl gut in der Fertigung funktioniert als auch extrem widerstandsfähig im Einsatz auf dem Feld ist.“ Jörg Nitsche, Technischer Leiter Warmumformung bei LEMKEN.
Für unsere LEMKEN Pflüge ist es wichtig, dass der Stahl sowohl gut in der Fertigung funktioniert als auch extrem widerstandsfähig im Einsatz auf dem Feld ist.

Besonders überzeugend war für LEMKEN, dass sich der neue Werkstoff ohne konstruktive Änderungen integrieren ließ. Weder die Geometrie der Streichbleche noch Produktionsverfahren oder Wärmebehandlung mussten angepasst werden. So ließ sich die Leistungsfähigkeit steigern, ohne zusätzliche Prozesskosten auszulösen.
SSAB M53 ist auf reproduzierbares Härteverhalten, hohe Reinheit und gute Verarbeitbarkeit ausgelegt. Das schafft Sicherheit in der Serienfertigung und sorgt dafür, dass die Qualität nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Produktionsalltag überzeugt.


Seine Stärken zeigt der Werkstoff dort, wo er gebraucht wird, nämlich im Feld. Die neuen Streichbleche überzeugen durch hohe Verschleißfestigkeit, gute Zähigkeit und eine geringere Bruchanfälligkeit auch unter schwierigen Bodenbedingungen. Das verlängert die Standzeiten, reduziert Stillstände und senkt die Betriebskosten.
Hinzu kommt ein weiterer Praxisvorteil: die geringe Bodenanhaftung. LEMKEN veredelt die Oberflächen seiner Verschleißteile gezielt, damit Pflüge leichtzügig arbeiten. Das kann sich auch positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirken. Am Ende ist es genau dieses Zusammenspiel aus Werkstoff, Oberfläche und Geometrie, das in der Praxis den Unterschied macht.
Nur durch diese enge, konstruktive Kooperation konnten wir die neue Güte in dieser Geschwindigkeit und mit diesen Fähigkeiten entwickeln.

Dass aus einer Werkstoffidee eine praxistaugliche Lösung wurde, lag auch an der engen Zusammenarbeit beider Unternehmen. LEMKEN und SSAB entwickelten den Stahl partnerschaftlich, offen und mit klarem Blick auf die Anforderungen im Feld und in der Fertigung.
„LEMKEN habe ich als außergewöhnlich innovativen Landmaschinenhersteller kennengelernt. Besonders beeindruckt haben mich das hohe technische Know-how und die große Offenheit für neue Werkstoffe. Die Zusammenarbeit war stets partnerschaftlich, wertschätzend und auf Augenhöhe. Nur durch diese enge, konstruktive Kooperation konnten wir die neue Güte in dieser Geschwindigkeit und mit diesen Fähigkeiten entwickeln.“ Markus Reinbach, Technical Development Manager bei SSAB.

LEMKEN ist ein 1780 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Alpen, Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und produziert Landtechnik für Bodenbearbeitung, Aussaat und Crop Care und ist heute in mehr als 50 Ländern weltweit vertreten.
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