Fallstudie

Hardox® HiAce bekämpft Verschleiß und Korrosion in Biomasse-Blockheizkraftwerk

13. Februar 2026

5 Min. gelesen

Fallbeispiel

Land

Deutschland

Firma

Metallbau Perger GmbH

Branche

Rohmaterialtransport

Hardox® HiAce bekämpft Verschleiß und Korrosion im Rahmen einer guten Sache – der Eindämmung des Klimawandels. Erfahren Sie, wie er in Schüttgutumschlagausrüstung in Blockheizkraftwerken verwendet wird, in denen Biomasseabfälle in Energie umgewandelt werden.

Die Regionalwerke Neckar-Kocher, eine Kooperationsgesellschaft bei der Energieversorgung in Baden-Württemberg, wollte ihren Teil zum Erreichen eines der globalen Ziele bei der Senkung der CO2-Emissionen beitragen:  die Umwandlung von konventionellen Kraftwerken in Anlagen, die aus Müll Energie erzeugen. Bereits 2003 beauftragte sie den Bau eines Blockheizkraftwerks, das Abwärme zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzt. Heute versorgt sie rund 500 Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden mit Warmwasser und Fernwärme.

Anlagen wie diese nutzen Biomasse – Holzschnitzel und anderes holziges Material – anstelle von fossilen Brennstoffen zur Erzeugung von Energie auf eine Weise, die sowohl für die Umwelt als auch für die Geldbörse freundlich ist und rund um die Uhr Energie bereitstellen kann. Holziges Material kann jedoch abrasiv sein und neue Herausforderungen an die Schüttgutumschlagausrüstung stellen. Normalerweise kann dies Anpassungen wie verschleißfeste Auskleidungen und Verstärkungen an verschleißintensiven Bereichen sowie eine sorgfältige Wahl bei Schaufeln und Anbaugeräten erforderlich machen.

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Ein Materialbunker in einem Biomasse-Heizkraftwerk, gefüllt mit säurehaltigen Holzschnitzeln.

Perger Metallbau verwendete Hardox® HiAce bei der Renovierung der von Verschleiß betroffenen Bereiche im Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk Neckarsulm.

Ein reibungsloser Fluss mit minimalen Problemen beim Schüttgutumschlag

Aus diesem Grund wandte sich der Anlagenbetreiber an das Unternehmen Metallbau Perger – und an Hardox® HiAce. Die speziellen Merkmale von Biomasse erfordern eine sorgfältige Planung der Ausrüstungskonstruktion, um einen reibungslosen Materialfluss mit minimalen Problemen zu erreichen. Anbaugeräte wie Greifer und Schaufeln müssen ein relativ geringes Eigengewicht haben, damit sie riesige Mengen an Holzschnitzeln und Rindenmulch schnell und effizient und mit minimalem Verschütten handhaben können. 

Jedes Jahr werden Teile der Schüttgutumschlagausrüstung, die – wie etwa die Mehrschalengreifer (Greifer mit mehreren Klingen), die Auskleidung des Brennstoffbunkers und das Förderband des Brenners – besonderen Belastungen ausgesetzt sind, auf möglichen Verschleiß inspiziert. Der Grund hierfür ist, dass, zusätzlich zum mechanischen Verschleiß, die feuchte Biomasse die materialtragenden Teile chemisch angreifen und so zum wachsenden Verschleiß in der Anlage beitragen. Metallbau Perger hat diese betroffenen Bereiche etwa alle acht Jahre unter Verwendung von Hardox® 450 Verschleißblech repariert und erneuert. Beim jüngsten Auftrag für die Reparatur der betroffenen, verschleißintensiven Bereiche hat das Unternehmen Hardox® HiAce ausgewählt, der verschleißfeste Stahl, der für säurehaltige Umgebungen entwickelt wurde. 

Lesen Sie das Produktblatt über Verschleiß in Umgebungen der Zellstoff- und Papierproduktion und Abfallwirtschaft
Ein Schweißer schweißt in der Werkstatt ein Blech aus korrosionsbeständigem Hardox® HiAce Stahl.

Wie Hardox® HiAce in Schüttgutumschlagausrüstung funktioniert

Der Mehrschalengreifer, der die Biomasse aus dem Annahme- in einen Speicherbunker befördert, wurde zum ersten Mal aus Hardox® HiAce spezifiziert. Jede Charge, die in der Regel per Lkw in Containern angeliefert wird, wird in einem Labor vor Ort abgetastet, analysiert und evaluiert, bevor sie in den Speicherbunker befördert wird. 

Um eine kontinuierliche Verbrennungstemperatur im Kraftwerk zu steuern, wird die Biomasse zunächst mit Wasser im Speicherbunker besprüht und gemäß den Anforderungen dosiert. Dies sichert später eine optimale, konstante Ofentemperatur in der Brennkammer. Die Hubböden im Speicherbunker fördern die Biomasse kontinuierlich in den Ofen. Die Böden und Seitenwände sind mit Hardox® HiAce ausgekleidet worden.

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Eine riesige, spitz zulaufende Klinge aus Hardoc HiAce Stahl, die Teil eines Mehrschalengreifers ist.

Aus Abfällen Werte schöpfen – Hardox® HiAce® in der Forst- und Abfallwirtschaft

Hardox® HiAce verbindet das Beste aus beiden Welten: Mit einer Härte von 450 HBW bietet er den bewährten geringen abrasiven Verschleiß von Hardox® 450, und dank seiner optimierten chemischen Zusammensetzung verhält er sich besser bei korrosiven Bedingungen. Heiko Ziegler, Regional Sales Manager des Geschäftsbereichs Special Steels von SSAB, schildert die Vorteile dieser Kombination für zahlreiche Industriezweige:

„Aufgrund dieser besonderen Verbindung von Eigenschaften ist Hardox® HiAce ausgezeichnet für Schüttgutumschlagausrüstung und Anlagen in der Forstindustrie wie zum Beispiel Sägewerke geeignet. Er ist aber auch ein guter Kandidat für Müllentsorgungsausrüstung und Müllfahrzeuge.“

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„Wir waren überrascht über die ausgezeichneten Eigenschaften des Stahls bei der Bearbeitung. Er lässt sich mit Hardox® 450 vergleichen, sodass wir keine Änderungen bei den vorhandenen Maschinen vornehmen oder unser Personal schulen mussten.“
Volker Stammer, Geschäftsführer von Metallbau Perger

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Über Metallbau Perger

Das 1961 gegründete und in Heilbronn ansässige Unternehmen Metallbau Perger GmbH & Co. KG stellt Fertigungs- und Wartungsdienstleistungen für Unternehmen, Gemeindeverwaltungen und private Kunden bereit. Das Unternehmen verfügt auch über Erfahrungen bei der Verwendung von Hardox® 600, beispielsweise bei der Aufarbeitung von Baggerschaufeln für Bauunternehmen.