Fallstudie

Modulare Garagen bieten ballistischen Schutz für wertvolle Fahrzeuge und lassen sich auch anderweitig nutzen.

03. Mai 2024

5 Min. gelesen

Fallbeispiel

Land

Deutschland

Firma

Branche

Stahlhändler und Lagerhalter

Auf der Suche nach einem Schutz für ihre wertvollen Automobile verwerfen einige Autosammler die Idee, sich eine bunkerähnliche Garage zu bauen, da Planung und Bau zu zeitintensiv sind. Stattdessen erfüllen einfache, modulare Garagen, die mit ballistischen Stahlblechen ausgekleidet sind, die Sicherheitsanforderungen der Besitzer mit einem überraschend modernen Design.

Modulare Lösungen für den ballistischen Schutz in einer unsicheren Welt

Während die Akte von Vandalismus, Gewalt und sogar Terrorismus überall scheinbar zunehmen, suchen die Menschen nach schnell verfügbaren Wegen, um ihre Investitionen zu schützen. In Deutschland, wo Sportwagen sehr beliebt sind, haben zahlreiche Porsche-Besitzer durch eine unorthodoxe Konstruktion jetzt Schutz für ihre geliebten Fahrzeuge und ein Gefühl der Beruhigung bekommen: modulare Luxusgaragen, die mit kugelsicheren Stahlblechen ausgekleidet sind.

„Wer einen solchen Grad an ballistischem Schutz suchte, musste sich traditionell eine Garage zulegen, die einem Bunker glich“, erklärt Ludger Weichert, Key Account Manager Protection von SSAB Swedish Steel GmbH.
 „Doch für einen typischen Bunker sind sehr viel Beton und Grabungsarbeiten erforderlich. Die Planung der Konstruktion, die Erdbewegungen, der Bau der Betonformen, das Gießen und Härten des Zements – dies alles kann Monate in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass Sie damit eine Garage bekommen, die – keine Überraschung – wie ein Bunker aussieht.“

Umdenken und neue Lösungen wählen

Ein Porsche-Besitzer wandte sich an das Unternehmen Bunker Schutzraum Systeme Deutschland (BSSD), um eine Lösung für den ballistischen Schutz für das Bauwerk zu bekommen, in dem seine Sportwagen untergebracht sind. BSSD wiederum arbeitete mit SSAB zusammen, um eine Garage zu entwickeln, die wie ein großer Schiffscontainer gestaltet war. 

Der Rahmen des Containers ist aus hochfestem Strenx® 700 Konstruktionsstahl, der dann innen — Wände, Dach und Boden — mit ballistischen Armox® 500T Stahlblechen ausgekleidet wurde. Das spektakuläre Äußere wurde durch Fassaden aus organisch beschichtetem GreenCoat® Stahl erzielt, der die von SSAB patentierte biologische Beschichtung aufweist. Ein Luftspalt trennt die Fassade aus GreenCoat® vom ballistischen Armox® Blech. Dazwischen steckt der Strenx® Rahmen.

Ballistischer Schutz – bereitgestellt mit Kran – in einem modernen, klaren Design. Hier angezeigt ist eine der modularen Garagen, die geliefert wurde, noch bevor der Eigentümer seine Auffahrt asphaltiert hatte.

Architekten und Immobilienmakler besichtigen ballistische Garagen

„Diese modularen Garagen sind nicht gerade billig“, bemerkt Weichert. „Für die meisten Menschen – und auch für mich – erscheinen sie gelinde gesagt unpraktisch. Doch dann verweisen diese Kunden darauf, dass ihre Fahrzeuge selbst viel mehr kosten. Als wir die ballistische Garage zum ersten Mal bei einem Treffen von Autosammlern präsentierten, wurden sofort fünf Stück bestellt.“

Während die Begriffe „Container“ oder „modular“ das grundlegende Design der Konstruktionen beschreiben, können die Besitzer ihre Garagen nach ihrem Bedarf anpassen. So können Zugangstüren, eine Elektrik (von der Bodenunterseite), kugelsichere Fenster usw. ergänzt werden. „Einer unserer Kunden hat sogar eine stilvolle Beleuchtung an Decke und Boden installiert – und eine Champagnerbar an der Rückwand“, sagt Weichert.

„Diese ballistischen Garagen weckten dann die Aufmerksamkeit von Immobilienmaklern und Architekten“, so Weichert weiter. „Dies ist ein relativ neues Thema für die meisten Architekten: Menschen, die nach ,Panikräumen' oder ,Schutzräumen' fragen. Verständlicherweise sind viele Architekten nicht mit Schutzplatten aus ballistischem Sicherheitsstahl vertraut. SSAB kann als Berater auftreten und Informationen darüber geben, wie Armox® Bleche effektiv in neue Konstruktionen oder als Nachrüstungen eingefügt werden können.“

„Nachrüstungen sind offensichtlich komplexer. Wie zum Beispiel die ballistische Nachrüstung der schwedischen Botschaft in Washington gezeigt hat, sind sie in vielen Bestandsgebäuden gut umsetzbar.“ 

Ballistischer Schutz für Geldschließfächer auf dem Land

Das ballistische Schutzmodul kann auch ein anderes Sicherheitsbedürfnis abdecken: das Fehlen von Bankschließfächern im ländlichen Deutschland. „Da Bankgeschäfte zunehmend online getätigt werden, schließen die Banken viele Filialen“, erklärt Weichert. „Das betrifft auch ihre Schließfächer. An Standorten auf dem Land gibt es oft nicht genügend geeignete Gebäude, die verstärkt werden können, um den Schutz für die Schließfächer zu gewährleisten.“

„Die Menschen übernehmen jetzt unsere ballistischen ,Module', die den ballistischen Garagen sehr ähneln, und bringen darin ihre Schließfächer unter. Je nach Größe der Fächer können bis zu 4.000 Fächer in eines unserer ballistischen Module eingebaut werden. Ein Design nutzt einen Roboterarm, mit dessen Hilfe die Kunden ihre Wertsachen aus dem Schließfach im ballistischen Modul entnehmen oder sie darin unterbringen können.“

„Da diese ballistischen Konstruktionen modular aufgebaut sind – auf dem Dach sind in der Regel Ösen für Krane angebracht –, müssen die Konstrukteure natürlich einen Weg finden, um sie dauerhaft zu verankern“, bemerkt Weichert. „Dieses Problem erscheint gut lösbar zu sein, hängt aber von den Eigenheiten des Standorts des Containers ab.“

Haben Sie ein neues oder bestehendes Bauprojekt, das einen ballistischen Schutz erfordert? 

Kontaktieren Sie unsere Ingenieure für Armox® Sicherheitsstahl